Ninjutsu – die Kriegskunst der Samurai und Ninja

Ninjutsu ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Bujinkan Budo Taijutsu. Es ist die Kriegskunst der legendären Samurai und Ninja. Der 1931 geborene Japaner Dr. Masaaki Hatsumi ist Soke (Oberhaupt) dieser Kampfkunst. Im Jahr 1972 vereinte er neun verschiedene Traditionen (Ryuha) zu diesem System, sechs Samurai- und drei Ninjutsu-Stile. Die neun Ryuha erlernte er von seinem Lehrer, Takamatsu Toshitsugo, der als der letzte lebende Ninja bekannt war.

Togakushi-jinja
Togakushi Schrein, Japan 2013

Die neun Schulen des Ninjutsu

  • Togakure Ryu Ninpo Happo Hiken – 34th Grandmaster
  • Gyokko Ryu Kosshijutsu Happo Hiken – 28th Grandmaster
  • Koto Ryu Koppojutsu Happo Hiken – 18th Grandmaster
  • Shinden Fudo Ryu Ninpo Happo Hiken – 26th Grandmaster
  • Kukishin Ryu Taijutsu Happo Hiken – 28th Grandmaster
  • Takagiyoshin Ryu Jutaijutsu Happo Hiken – 17th Grandmaster
  • Kumogakure Ryu Ninpo Happo Hiken – 14th Grandmaster
  • Gyokushin Ryu Ninpo Happo Hiken – 21st Grandmaster
  • Gikan Ryu Koppojutsu Happo Hiken – 15th Grandmaster

Diese Stile sind zum Teil über 900 Jahre alte Kampfkunst-Traditionen, die ihre Effektivität im Laufe der Geschichte in zahlreichen Schlachtfeldern und Kämpfen unter Beweis gestellt haben. Das Training umfasst meditative Übungen, Fallschule, bewaffneten und unbewaffneten Kampf mit Schlag- und Tritttechniken, sowie Hebel und Würfe. Wichtige Prinzipien sind die Einheit des ganzen Körpers, der Fluss der Bewegung, sowie die Kontrolle des gegnerischen Gleichgewichts.

Trainingswaffen
Trainingswaffen

Dabei wird auch mit zahlreichen historischen und modernen Waffen, wie Schwertern, Stockwaffen, Wurfmessern und Seilen trainiert.  Der Weg im Ninpo-Training besteht darin Körper, Geist und Psyche in Balance zu bringen und durch beständiges Training in allen Bereichen Ausdauer zu erlernen.

Ninja Jūhakkei – Die 18 Fächer des Ninjutsu

Die 18 Fächer stammen aus der Ninjutsu-Schule der Togakure Ryu.

  • Bajutsu – Reiten
  • Bōjutsu – Stock- und Stabtechniken
  • Bōryaku – Taktik
  • Chi-mon – Geographie
  • Chōhō – Spionage
  • Hensōjutsu – Verkleidung und Nachahmung
  • Intonjutsu – Flucht und Verhüllung
  • Kayakujutsu – Pyrotechnik
  • Kenjutsu – Schwerttechniken
  • Kusarigamajutsu – Kusarigama (Kettensichel) Techniken
  • Naginatajutsu – Naginata (Hellebarde) Techniken
  • Seishinteki kyōyō – spirituelle Übungen
  • Shinobi-Iri – Tarnen und Infiltrieren
  • Shurikenjutsu – Wurfwaffen Techniken
  • Sōjutsu – Speer Techniken
  • Sui-ren – Schwimmen und tauchen
  • Taijutsu – unbewaffneter Kampf
  • Tenmon – Meteorologie

Die Prinzipien der Kampfkunst gehen dabei weit über den Bereich einfacher Selbstverteidigungstechniken hinaus, sie sind auf alle Bereiche des Lebens anwendbar. Die Weisheiten dieser Tradition können sowohl im beruflichen Alltag, als auch in der Familie helfen Spannungen und Konflikte zu lösen und sich selbst und Andere besser zu verstehen.

Durch beständige Übung wird eine Ausdehnung der Achtsamkeit erreicht, die sich beim Übenden in jedem Teil des Lebens zum Ausdruck bringen kann.